Projektmanagement in der Technischen Ausrüstung (TGA)

#4 Kostenrahmen für die TGA

Was kostet die Technische Gebäudeausrüstung in Ihrem Projekt? Der TGA Kostenrahmen-Generator liefert Ihnen eine datenbasierte Kosteneinschätzung auf Grundlage von 153 abgerechneten Referenzprojekten – aufgeschlüsselt nach Kostengruppen 410 bis 490 gemäß DIN 276.

Das Tool basiert auf der Referenzklassenprognose in Anlehnung an Hubbard (2026) und ist ein Forschungsergebnis der Dissertation „Produktiv Planen” von Roman Fritsches-Baguhl an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.

So funktioniert der Kostenrahmen-Generator

Schritt 1 – Projekt beitragen: Tragen Sie anonymisierte Kostenkennwerte eines eigenen Projekts bei. Ihre Daten werden automatisch auf den Bundesdurchschnitt und das Preisniveau Q3/2025 normiert.

Schritt 2 – Kostenrahmen abfragen: Wählen Sie Gebäudeart, Baumaßnahme (Neubau oder Altbau), Standort und Bruttogrundfläche. Sie erhalten Boxplot-Auswertungen mit Minimum, Q1, Median, Q3 und Maximum für jede Kostengruppe.

Schritt 3 – PDF herunterladen: Laden Sie Ihre individuelle Auswertung als PDF herunter – zur Dokumentation oder als Grundlage für Ihre Kostenplanung.

Tipp: Nutzen Sie die Demo-Ansicht, um das Tool unverbindlich kennenzulernen.

Welche Gebäudearten sind enthalten?

Der Generator umfasst sechs Gebäudearten mit insgesamt 153 abgerechneten Projekten:

  • Kulturgebäude – Bibliotheken, Museen, Ausstellungsgebäude (25 Projekte, Neubau)
  • Bürogebäude – Verwaltungs- und Bürogebäude (23 Projekte, Neubau)
  • Laborgebäude – Instituts- und Forschungsgebäude (41 Projekte, Neubau)
  • Krankenhaus – Medizinische Einrichtungen (32 Projekte, Neubau)
  • Wohngebäude – Mehrfamilienhäuser verschiedener Standards (11 Projekte, Neubau)
  • Schulgebäude – Schulen und Kindergärten (21 Projekte, Altbau/Sanierung)

Die Kostenangaben sind brutto inklusive 19% Umsatzsteuer in €/m² Bruttogrundfläche (BGF). Alle Werte sind auf das Preisniveau Q3/2025 indiziert und regional auf den Bundesdurchschnitt normiert. Bei der Abfrage wird der Regionalpreisindex (RPI) Ihres Standorts automatisch berücksichtigt.


Methodik – Referenzklassenprognose

Die Referenzklassenprognose ist eine empirische Methode zur Kosten- und Bauzeitprognose. Anstatt Kosten analytisch von unten nach oben zu schätzen, werden die tatsächlichen Kosten vergleichbarer, bereits abgeschlossener Projekte herangezogen. Douglas Hubbard (2026) identifizierte diese Methode als eine der wirksamsten für Projektprognosen im Bauwesen.

Die statistischen Kennwerte werden als Boxplots dargestellt. Der Median eignet sich als Planungswert, während die Spanne von Q1 bis Q3 (Interquartilbereich) den wahrscheinlichsten Kostenbereich abbildet.


Gemeinnütziges Prinzip – Geben und Nehmen

Der TGA Kostenrahmen-Generator funktioniert nach dem Prinzip „Geben und Nehmen”. Tragen Sie ein eigenes Projekt bei – anonym und in wenigen Minuten – und erhalten Sie im Gegenzug Zugang zur vollständigen Datenbank. Ihre Kennwerte helfen anderen TGA-Planern bei der Kosteneinschätzung, und Sie profitieren von den Erfahrungswerten der Community.

Alle eingegebenen Daten werden automatisch normiert: regional über den Regionalpreisindex (RPI) auf den Bundesdurchschnitt und zeitlich über den Baupreisindex auf das Preisniveau Q3/2025.


Kostenplanung professionell vertiefen

Sie möchten TGA-Kostenplanung, Terminplanung und Projektsteuerung professionell erlernen? Im PiTA Mentoring-Programm „Projektleitung TGA” arbeiten Sie sechs Freitage lang an Ihren eigenen Projekten – begleitet von erfahrenen Mentoren und mit einem exklusiven Fachbuch.

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Häufige Fragen (FAQ)

Sind meine Projektdaten anonym? Ja. Es werden ausschließlich Kostenkennwerte pro Quadratmeter erfasst – keine Projektnamen, Adressen oder Auftraggeber.

Welche Kostengruppen werden ausgewertet? KG 400 (TGA Gesamt) sowie die Untergruppen KG 410 bis KG 490 gemäß DIN 276:2018-12.

Wie werden die Kosten normiert? Jedes beigetragene Projekt wird auf den Bundesdurchschnitt (RPI) und das Preisniveau Q3/2025 (Baupreisindex nach Destatis) umgerechnet.

Kann ich auch Altbauprojekte eingeben? Ja. Beim Beitragen wählen Sie zwischen Neubau und Altbau (Sanierung). Aktuell liegen Altbau-Daten für Schulgebäude vor. Neubau-Daten gibt es für Kulturgebäude, Bürogebäude, Laborgebäude, Krankenhäuser und Wohngebäude.

Wer steckt hinter dem Tool? Der Generator ist ein Forschungsergebnis der Dissertation „Produktiv Planen” von Roman Fritsches-Baguhl an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg und wird von PiTA Training betrieben.

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